Können wir unseren Charakter verändern?

Dein „Ich“ im Blickwinkel ayurvedischer und moderner Psychologie

Unsere Grundpersönlichkeit ist durch epigenetische Veranlagung bei der Geburt vorgegeben, davon ausgehend sind jedoch Veränderungen möglich, im Positiven wie im Negativen. 

So ist heute auch aus der Wissenschaft bekannt, dass Lifestyle Faktoren und Umwelteinflüsse (Diät, Stress, Rauchen, Umweltgifte) unsere körperliche und mentale Gesundheit mit 50 % beeinflussen.

Ausgangspunkt für jede Veränderung bleibt immer die charakterliche Grundkonstitution. Je höher der Sattva-Anteil hier ist, umso leichter ist eine Entwicklung in Richtung Klarheit, MItgefühl & Ausgeglichenheit.  

Umgekehrt ist eine Entwicklung in Richtung Rajas (Aktionismus) und Tamas (Resignation, Desinteresse, Trägheit) für alle möglich. In der Ayurveda Medizin spielt das Prinzip des Sattva eine wichtige Rolle bei Intention des Lebensstils, der Küche und in allen Lebenssituationen. Du kannst so dein „positives Ich“ in jeder Lebenssituation verbessern , das führt direkt zu mehr Lebensfreude, Glücksempfinden und auch körperlicher Immunkraft.

Es gibt 3 Arten von Stärke:

  • die konstitutionelle, charakterlich wie körperlich
  • die zeitweilige, bedingt durch Faktoren wie Alter, Jahreszeiten, Umgebung etc.
  • die angeeignete, beeinflusst durch Ernährung, Lebensstil und Bewusstseinsbildung

Was ist nun mentale Stärke?

mentale Stärke (Sattva) sorgt für emotionale Ausgeglichenheit, selbst bei katastrophalen Umständen. Eine von Sattva geprägte Person kann jede Lebenssituation meistern, eine von Rajas geprägte kann nur mithilfe anderer zurechtkommen und ein von Ramas geprägter Mensch kommt mit keiner Situation zurecht.

Sattva – bedeutet Harmonie, Gleichgewicht, Bewusstsein. Wenn Sattva im Geist vorherrscht, verleiht es Lebensfreude, Intelligenz und eine klare Wahrnehmung.  Ein sattvischer Geist ist darauf aus, Neues zu lernen.

Rajas – bedeutet Aktiviät oder Bewegung, Leidenschaft, Anhaftung und ständiger Handlungszwang. Aktivität und Energie können aber auch zu viel werden. 

Tamas – bedeutet Schwerfälligkeit, Trägheit, Passivität, wenig Selbstkontrolle , daher ständige negative Gedanken und Erinnerungen

Wie kann ich nun mein Sattva, meine mentale Stärke verbessern? 

  • Leben in intakter Natur fördert Sattva, währenddessen die hektische Großstadt Rajas und Tamas fördert. Ähnliches gilt auch für dein Haus, deine Wohnung, deinen Arbeitsplatz. Es gibt Möglichkeiten eine möglichst hohe Sattva Energie in deinen Lebensräumen zu schaffen.
  • Ernährung   – Nahrungsmittel, welche den pflanzlichen oder tierischen Lieferanten nicht zerstören, bieten den höchsten Sattva Anteil. Wenn du z.B einen Apfel oder eine Mandel isst, stirbt der Baum deswegen nicht. Zieht man aber eine Kartoffel aus der Erde, bedeutet dies das Ende für das Pflanzenwesen. Wenn Tiere überschüssige Milch oder Bienen einen Teil ihres Honigs liefern, so entsteht ihnen kein Schaden.  So funktioniert das sattvische Prinzip in der Ernährung. Nahrungsmittel die täglich frisch zubereitet wurden, haben so direkten Bezug auf unser Befinden, deine Stimmung. Convenience Food, industriell verarbeitete Nahrung sorgt für eine Zunahme von Tamas, damit Trägheit, Desinteresse, oder Rajas und so zu Spannungs- und Unruhezuständen.

Welche Nahrungsmittel sind besonders sattvisch?

 – frische, reife Früchte 

  • Gemüse wie Karotten, Kürbis, Feldsalat, Zucchini, Gurken 
  • Getreide, vor allem Dinkel, Basmati Reis, Hafer, Hirse, Quinoa
  • Mungobohnen
  • Fette, Öle wie Ghee, Sesamöl, Nüsse, Saaten

——> Eine sattvische Ernährung erfüllt uns mit Lebensnergie und dient dir vor allem dann, wenn du dich  geistig weiterentwickeln möchtest. 

Eine solche Ernährung unterstützt uns dabei, depressiven Zuständen, Ängsten, Sorgen, Trägheit und Aggression entgegen zu wirken.

Wie wirkt sich dein Lifestyle aus?

-Ein Lebensstil auf Kosten anderer bewirkt Rajas und Tamas im gesamten Organismus. Durch einen bewussten Umgang mit unserem sozialen Umfeld und der Natur eignen wir Sattva Anteil an. 

Es geht auch nicht, dass wir Menschen, die wir lieben verletzen. Auch ein selbstzerstörerischer Umgang, wie bei Suchterkrankungen, minder Sattva. Das betrifft auch Genussmittel, denn ihr Gebrauch macht uns abhängig und führt uns in Unmündigkeit. Auch beim Sport ist es sicherlich keine sattvische Aktion, mit aller Gewalt gegen den inneren Schweinehund zu kämpfen und joggen zu gehen – vielmehr ist der liebevolle Umgang mit sich selbst jedoch eine.

Hat unsere Seele etwas mit unserem Körper zu tun?

Geistige Aktivität, Rituale, Yoga, Meditation – all dies gibt uns Halt, Erdung und zentriert uns in der Mitte.

 

Möchtest du mehr dazu wissen, und wie du deinen Body & Mind optimal verändern kannst?

Schreib mir gern eine Nachricht oder einen Kommentar

Infos für Dich!

Hol dir 14-tägig den Newsletter mit nützlichen Übungen, Meditationen und Infos rund um Gesundheit, Psychologie & das Leben

Viel Freude mit dem Newsletter, deine Lucia-Maria