„Über den Wolken – am anderen Ende der Welt, muss die Freiheit doch grenzenlos sein…?“ 

Und nach der Landung? Kann eine Auszeit, ein „ich muss weg“ wirklich helfen um in Krisensituationen besser zurecht zu kommen?

Wir alle kennen die Situation, wenn es uns einfach zu viel wird. Man möchte sich irgendwie neu definieren, die Perspektive ändern, um sich selbst wieder zu vertrauen. 

Auszeiten liegen im Trend. Egal ob stille Meditationswochen im Kloster, Freiwilligenarbeit in den Slums, oder eine spirituelle Ausbildung in Indien.

Doch sind es wirklich soziale oder religiöse Gründe, die Menschen für längere Zeit aus ihrem Alltag ausbrechen lassen?

Vielmehr treibt sie die Angst vor dem Ausbrennen, die Sehnsucht nach neuen Impulsen in die Ferne hinaus.

Häufig spürt man diesen Wunsch erst in einer Krise, in einem Ausgebrannt sein, Burnout, in Zeiten intensiver Erschöpfung.

Doch wie sinnvoll ist ein solcher „Neuanfang, eine Auszeit?“

Ist es nicht vielleicht doch eine Flucht mit schlechten Erfolgsaussichten, getreu dem Motto, „man nimmt sich ja doch immer selbst mit?“

Ich habe immer viele Probleme auf meine Ausbildung, mein Studium, mein berufliches Umfeld geschoben.  „Wenn nur der Druck nicht wäre, dann würde ich viel gesünder leben, mehr schlafen, besser Essen …“ Doch dann nach dem Studium erwischte ich mich, wie ich selbst in Situationen größter Entspannung den Wecker viel zu früh stellte, wahllos in mich Hineinstopfte – obwohl ich doch jetzt diesen großen Druck nicht mehr zu haben schien?

Dann kam für mich das Erwachen, ich nenne es immer eine Art Transformation. Ich lernte Menschen und Methoden kennen, um mein eigenes inneres Vertrauen, meine Intuition wiederzuerlangen. „Ich werde geführt. Alles ist so richtig, wie es kommt.“ Diesen Teil meiner Reise zu mir selbst betrachte ich jetzt als den, der zu meinem wahren Erwachen, zu meiner Transformation und Heilung geführt hat.

Begeben wir uns so bei Retreats, Weltreisen, Sabbat Jahren, Auszeiten im wahren Kern auf eine innere Reise, die im Außen ihren Anfang nimmt?

Oft muss ein extremer Lebensumsturz gar nicht sein, oft genügen schon kleine Veränderungen um sich besser zu fühlen als vorher. Natürlich fällt einem dies auf Reisen leichter. Ich kann mich im Ausland immer in eine Rolle begeben, frei sein, ich habe keine Angst davor bewertet zu werden. 

Es fühlt sich dennoch zunehmend fremd an, wenn ich in solche Rollen schlüpfe – fast als würde meine Seele den Körper und Geist beobachten , und einfach nur wundernd den Kopf schütteln. 

Fakt ist: Wenn wir aufhören uns abzulenken, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man nicht mehr davonlaufen kann. Dann holt es einen ein und man muss die Teile, die man hinter sich gelassen hat, wieder zu sich holen.

Ich habe erkannt, diese Teile gehören ja auch zu mir, das wird in dem ganzen LoslassHype oft vergessen, denn manche Dinge kann man nicht loslassen sondern die Kunst liegt im Erkennen & Annehmen.

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